Energie Vampire, Selfcare und das aktuelle Weltgeschehen

Du kannst diese Folge wie immer direkt hier hören oder du hörst sie bei:

 

 

 

Manchmal fühlt sich die Welt an, als würde sie sich immer schneller und schneller drehen.

Das ist ja aber im Prinzip nichts Neues. Das geht ja schon seit Jahren so.
Und nach Jahren der Unsicherheit, gesundheitlichen Herausforderungen, gesellschaftlichen Spannungen und globalen Krisen scheint es ja kaum Momente zum Durchatmen zu geben.

Viele Menschen empfinden eine anhaltende Erschöpfung – mental, emotional, körperlich.

Und in all dem Chaos fällt es uns oft schwer, bei uns zu bleiben. Uns zu erholen.Uns selbst zu spüren.

 

Und genau darum geht es heute:
Was machen all diese Entwicklungen mit uns – und warum ist es gerade jetzt so wichtig, uns bewusst mit Selfcare zu beschäftigen.

Ich finde das Wort "Selfcare" ja auch inzwischen ein bißchen abgedroschen und viele verstehen darunter "Ich gönn mir mal ein Schaumbad" oder "Ich mach mal die Kerzen an".

Nichts gegen das. Gar nicht.

Aber, eigentlich, wenn man's genau nimmt, geht das ja viel tiefer.

Es geht um

→ innehalten
→ nachspüren
→ regenerieren
→ Klarheit finden

→ Energie tanken

 

 

Ich finde, das ist eine fundamentale Notwendigkeit, um gesund zu bleiben.

 

Selfcare bedeutet nicht, die Welt komplett auszublenden.
Sondern sich selbst so zu stärken, dass man in dieser Welt bestehen kann.

Dass man seine Energie bewusst bei sich behalten kann.

Dass man sie bewusst so verteilt, dass man nicht am Ende total leer ist. Und vor allem auch, dass man Mittel und Wege findet, mehr Energie für sich selbst herzustellen.
Wie kommen wir an neue und mehr Energie?
Gibt es überhaupt diesen Zustand, in dem wir zu 100% aufgeladen sind, noch?
Wann hattest du das letzte Mal das Gefühl, deine Batterie war komplett voll? 

 

 

Ich habe in den letzten fünf Jahren vor allem oft das Gefühl gehabt, dass die Welt völlig aus den Fugen geraten ist.

Vielleicht geht's dir ja ähnlich.

Frühjahr 2020 – weltweite Pandemie, mit Isolation, mit Unsicherheit, mit Krankheit, Verlust, permanenten Katastrophenmeldungen, Dauer-Ängsten, Zwang, Verlust der Meinungsfreiheit und der persönlichen Freiheit.

Das hat Spuren hinterlassen – tiefere, als wir vielleicht wahrhaben wollen.

Ich selbst habe in dieser Zeit gesundheitlich wahnsinnig gelitten. In der Isolation. Mit der Angst und dann auch noch mit einer Autoimmun-Impfreaktion, die mich völlig aus den Schuhen gehauen hat und von der ich mich immer noch nicht wieder zu 100% erholt habe. Mein Körper und meine Kraft sind nicht wieder wie vorher. Ich will niemandem meine Erfahrungen überstülpen, aber mich hat das schlichtweg traumatisiert.

Gleichzeitig haben unzählige andere Menschen Schicksale erlebt, die kaum in Worte zu fassen sind: Menschen, die Angehörige verloren haben, die selbst krank geworden sind, Frauen, die ihre Kinder allein zur Welt bringen mussten. Menschen, die alleine in den Altersheimen sterben mussten. Angehörige, die sich nicht verabschieden konnten. Existenzen, die zerbrochen sind.

 

Diese kollektiven Erfahrungen haben etwas mit uns gemacht – mit unserem Nervensystem, unserem Sicherheitsgefühl, unserem Vertrauen.

Und während wir noch versucht haben, wieder zu uns zu finden, kam die nächste Welle:

Inflation, Kriegsängste, politische Spannungen.

Oft habe ich das Gefühl, als würde uns kaum noch eine Pause gegönnt.

 

Ich will hier gar nicht beurteilen, was richtig oder falsch ist Aber ich möchte aussprechen, was viele spüren:
Diese ständige Alarmbereitschaft – dieses Dauer-„Was kommt als Nächstes?“ – macht etwas mit uns.

Es macht müde. Es macht ängstlich. Und manchmal macht es sogar wütend.

Viele haben vielleicht einen permanenten Klops im Magen oder im Hals oder sind vielleicht einfach grund-aggressiv, ohne dass sie es merken.

Bei all dem ist es sehr schwierig, bei sich zu bleiben.

Wie leicht man in einen Sog aus Nachrichten, Prognosen und Negativspiralen gerät.

Und wie schnell sich das auf die innere Stabilität auswirkt.

 

Aber das muss man ja auch erst mal merken.

Man muss ja erst mal so weit in sich gehen, dass einem das auch bewusst wird.

 

 

Was mir in diesen Momenten hilft, ist ganz bewusst Abstand dazu zu nehmen.

Ich kann nicht alles kontrollieren. Ich kann die Welt da draußen nicht kontrollieren.

Aber ich kann kontrollieren, was ich mir reinziehe an Katastrophen Nachrichten oder Katastrophen Prognosen (die letztendlich auch nur das sind: Prognosen. Niemand weiß, was die Zukunft bringt und niemand kann die Zukunft voraussagen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass alles auch ganz anders wird. Nämlich gut).

Ich kann mich um mich kümmern. Ich kann mir Pausen gönnen, atmen, Abstand nehmen. Ich kann mich erden – und für mein eigenes Gleichgewicht sorgen. Und ich kann die Nachrichten, das Radio und Instagram abschalten.

 

 

 


Wir müssen uns einfach erinnern, so generell und auch über den Tag verteilt, wie essenziell wichtig es ist, gut für uns zu sorgen.

Das fällt mir auch immer noch super schwer. Wenn man bei der Arbeit ist, im Flow, in der Hektik und vielleicht auch im Chaos, dann vergisst man das. Das ist wie weg.

 

Aber Selfcare ist kein Luxus. Es ist kein „Nice to have“. Es ist die absolute Basis für unsere Gesundheit.

Und am Ende brauchen wir vielleicht einen Wecker oder eine Notiz auf dem Handy, die sagt: Kümmere dich jetzt um dich.
Gerade in solchen Zeiten, in denen das Außen so laut, so fordernd oder so beängstigend wirkt, brauchen wir ein stabiles Innen.

 

Selfcare bedeutet nicht, dass wir uns die Welt ausblenden oder dass wir egoistisch sind.

Manchmal ist das ja fast wie mit Schuld beladen, wenn man sich um sich selbst kümmert.
Es bedeutet, dass wir gut bei uns bleiben, um mit der Welt in Verbindung zu sein, ohne uns zu verlieren.

Dass wir bewusst hinschauen:
– Was tut mir gut?
– Was zieht mir Energie?
– Wovon brauche ich mehr – und wovon vielleicht gerade weniger?

 

Selfcare kann ganz unterschiedlich aussehen.
Für die einen ist es ein Spaziergang. Für die anderen ein klares Nein. Für viele vielleicht auch ein bewusstes "Ich zieh den Stecker – und komme bei mir an."

 

Und es ist vor allem auch eines:
Ein Akt der Selbstverantwortung.
Fürsorge für sich selbst.

Gerade wir – die mit anderen Menschen arbeiten, begleiten, halten – brauchen diese Fürsorge für uns selbst umso mehr. Denn unsere Energie, unsere Präsenz, unser Mitgefühl, alles, was wir an andere abgeben, das kommt aus unserem Energiereservat, das leerer und leerer wird, wenn wir nicht aufpassen. 

Für Vitamin D und Eisen können wir Tabletten nehmen.

Für unsere  Energie müssen wir selber sorgen.

 

 

 

Selfcare - was bedeutet das eigentlich?

 

 

Selfcare bedeutet wörtlich übersetzt „Selbstfürsorge“.

Damit ist gemeint, bewusst und aktiv Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen – körperlich, mental und emotional.

Es geht dabei hauptsächlich um die Fähigkeit, seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auch ernst zu nehmen, nicht unbedingt um Wellness Behandlungen oder aufwendige Rituale. Wobei, wenn man das gerne macht, das natürlich auch mit eingebaut werden kann.

 

Und was heißt jetzt "eigene Bedürfnisse wahrnehmen"?

Eigene Bedürfnisse wahrnehmen bedeutet, dass du lernst, genau hinzuhören und hinzuspüren, was dein Körper und deine Seele gerade wirklich brauchen und was sie dir sagen wollen. Und dann danach zu handeln.

Allein das ist oft nicht so ganz einfach.

Und gerade in hektischen Zeiten ist das nicht einfach, weil wir oft eher auf äußere Erwartungen oder Verpflichtungen reagieren als auf das, was uns gut tut.

 

Eigene Bedürfnisse bewusst wahrnehmen heißt konkret:

  • Körperliche Signale erkennen: Hunger, Durst, Müdigkeit, Anspannung oder Schmerzen wahrnehmen, statt sie zu ignorieren. Bist du "auf der Flucht", so erschöpft, dass du fast handlungsunfähig bist ("tot stellen") oder vielleicht doch ganz entspannt gerade? 

  • Emotionale Bedürfnisse ernst nehmen: Wie fühle ich mich gerade? Spüren, ob du gerade Nähe oder Distanz brauchst, ob du dich erschöpft oder überfordert fühlst, ob du traurig oder wütend bist (oder vielleicht einfach nur müde und hungrig).

  • Grenzen setzen lernen: Klar spüren und ausdrücken können, was zu viel ist und wo du gerade eine Pause oder Unterstützung benötigst.

  • Mentale Klarheit finden: Wo steh ich gerade? Was ist die Situation? Wahrnehmen, ob du Ruhe oder vielleicht eher Inspiration und Austausch benötigst.

  • Ein Inneres Erfüllt-Sein finden: Erkennen, was deine Seele braucht, um sich erfüllt und satt zu fühlen. Dein inneres Gefühl vom Sinn im Leben finden oder haben. Seine Wünsche und Träume nicht vergessen.

 

 

Es geht auch darum, unterscheiden zu lernen, was ist was und was braucht dringend oberste Priorität und Aufmerksamkeit und was kann noch ein bißchen warten?

Vielleicht muss man nicht sofort jedes Bedürfnis erfüllen, sondern zunächst überhaupt erst mal achtsam mit sich selbst zu sein und wahrzunehmen, was man wirklich braucht.

Dann kannst du bewusst entscheiden, was jetzt dran ist und was zu tun ist.

 

 

Warum Selfcare gerade jetzt so wichtig ist

 

Wir sind oft so gestresst und dauerbeschäftigt, dass wir gar nicht merken, dass etwas mit uns "los" ist oder im Argen ist.

Wir erleben Reizüberflutung durch Nachrichten, Social Media, globale Krisen.
Wir sind permanent in einem Reaktionsmodus auf äußere Geschehen.
Wir sind permanent erreichbar und unter Druck, ständig reagieren zu müssen. Wenn wir es nicht tun, fühlen wir uns schuldig.
Die Burnout Raten steigen und steigen.

Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen und viele finden keinen Ausweg mehr.

Wir sind überfordert mit dem, was uns tagtäglich an Politik, Gefahren und düsteren Zukunftsvisionen angetragen wird.

Die körperlichen und mentalen Folgen, wenn wir nicht achtsam mit uns umgehen, können irgendwann dazu führen, dass wir nicht mehr arbeitsfähig sind und auch dazu, dass wir einfach keinen Spass mehr haben oder auch einfach keine Freude empfinden können.

 

 

 

 

Die Folgen von mangelnder Selbstfürsorge

 

Körperliche Auswirkungen:

  • Erschöpfung und chronische Müdigkeit
  • Schlafstörungen (Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen)
  • Geschwächtes Immunsystem (häufigere Infekte, Erkältungen, Entzündungen)
  • Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen
  • Verdauungsprobleme (z.B. Magenschmerzen, Blähungen oder Reizdarm)
  • Hormonelle Dysbalancen (Zyklusunregelmäßigkeiten, PMS, verstärkte Endometriose Schmerzen, Stimmungsschwankungen)
  • Verschlechterung bestehender Schwachstellen (Beckenboden, Rektusdiastase, Rücken, Gelenke, Schmerzen, Stoffwechsel, Schilddrüse, Diabetes)

Mentale und emotionale Auswirkungen:

  • Gereiztheit und innere Unruhe
  • Gefühl der Überforderung oder Hilflosigkeit
  • Ängste und Sorgen nehmen zu
  • Verlust der Freude an alltäglichen Dingen
  • Konzentrationsprobleme und verminderte Leistungsfähigkeit
  • Erhöhte Gefahr eines Burn-outs oder depressiver Verstimmungen

Soziale Auswirkungen:

  • Rückzug aus sozialen Kontakten
  • Vermehrte Konflikte durch Gereiztheit oder fehlende Geduld
  • Schwierigkeiten, sich abzugrenzen (ständiges "Ja"-Sagen, obwohl man keine Kraft mehr hat)
  • "Soziale Verpflichtungen", die man sich aufbürdet, obwohl sie einem noch die letzte Energie rauben 

 

Das Wichtigste dabei ist:

Diese Symptome entstehen meist schleichend und werden häufig erst bemerkt, wenn sie schon deutlicher ausgeprägt sind. Wenn man merkt, man kann nicht mehr, wenn man einen Tinnitus hat, wenn man Unfälle baut, weil man geistig nicht anwesend ist oder alles gleichzeitig tun will oder auch, wenn einem ständig die Tassen und Teller aus der Hand fallen (und dann innerlich ausflippt und sich selber anschreit mit "was ist denn jetzt schon wieder los?").

 

Mangelnde Selbstfürsorge bedeutet auf Dauer Stress für Körper, Geist und Seele. Und das schwächt irgendwann das Immunsystem durch die permanente Erhöhung von Cortisol.

Und das bereitet den Weg für Krankheiten, die man eigentlich sicher nicht haben will.

 

 

Aber wie oft reden wir uns ein, dass wir jetzt dafür keine Zeit haben? Mach ich später.

Und wie oft denken wir, das ist egoistisch?

Da geht's dann auch direkt ans Eingemacht gehen und man kann sich fragen, warum bin ich es mir nicht wert, dass ich mich auch um mich selbst kümmere?

Warum kümmere ich mich immer nur um andere? Wo kommt das her? 

Welche Glaubenssätze habe ich verinnerlicht, die nicht wahr sind, bei genauer Betrachtung?

Und auch so ein sich übermäßig unentbehrlich fühlen, sollte man in dem Zusammenhang vielleicht auch mal beleuchten.

 

 

 

Einfache Selfcare-Ideen, die jeder sofort umsetzen kann

 

In turbulenten Zeiten ist es so wichtig, seine "Anker" zu finden.

Was ist dein Anker?

Was gibt dir Stabilität? 

Was tut dir gut?

Was macht dir Freude?

Wer sind deine Menschen?

Was ist es, das deinem Leben einen Sinn gibt?

Was ist es, das dein Leben erfüllt. Was erfüllt dich?

Wo kannst du dich zurück ziehen.

Wo fühlst du dich sicher? Was ist dein Safe Place? (Manchmal ist es einfach auch das Bett)

Was macht dir Spass?

Was und wer hebt deine Stimmung?

Was und wer tröstet dich? 

 

 

Ein paar ganz gezielte Tipps für dich:

  • Bewusstes Durchatmen. Augen schließen, zu sich kommen.
  • Digitales und Nachrichten Detox für eine bestimmte Zeitspanne am Tag oder auch gleich ganz wochenweise. Du verpasst nichts. Die schlechten Nachrichten sind in 3 Tagen immer noch da. Aber du brauchst jetzt sofort vielleicht den Rückzug, die Erholung und höhere Energie-Frequenzen als die, die in den Medien und in der Politik walten. 
  • Verliere dich nicht im "Außen".
  • "Ein Problem ist erst dann ein Problem, wenn man es zu einem macht". Eine Situation ist zuallererstmal eins: neutral. Sagt der Mediziner und Psychotherapeut Dr. Arnold Retzer.
  • Du kannst vielleicht nicht deine Umwelt kontrollieren oder beeinflussen. Aber du kannst beeinflussen, wie du darauf reagierst. Lässt du dich mit rein ziehen? Oder kannst du bei dir bleiben? Sei dir deiner Trigger bewusst. Was triggert dich so, dass du deine ganze Energie abgibst und verlierst? Zum Beispiel: Was triggert dich so, dass du ausflippst? Warum ist das so? Welche alten Muster sind das? Die, oft schwierige Aufgabe ist es, sich das in dem Moment bewusst zu machen und seine Energie nicht dahin abzugeben. Ganz schwer, ich weiß. Aber durchaus ein Energy Saver.
  • Sammle dich. Innere Zerstreutheit lässt dich Energie verlieren. Sei bewusst anwesend bei dem, was du gerade tust. Alles auf einmal erledigen zu wollen führt meistens dazu, dass man fahrig wird, nichts wirklich "deep" macht und nur die Oberfläche ankratzt. (Was ich ja hasse, ist, wenn ich mit jemandem telefoniere und ich im Hintergrund so viele laute Geräusche höre, weil mein Gesprächspartner die Spülmaschine ausräumt, den Müll ausleert und dann noch mit dem Nachbarn spricht. Das stresst mich so dermaßen, dass ich nicht telefonieren will. Dann brauchst du mich auch nicht anzurufen.)
  • Nachspüren. Wie geht es mir jetzt gerade in diesem Moment? Bin ich innerlich auf der Flucht? Stelle ich mich gerade tot oder würde es gern. Bin ich so erschöpft, dass ich die Augen fast nicht aufmachen kann oder unscharf sehe? Wo sitzt die Aufregung im Körper? Hab ich einen Klops im Hals? Kann ich ungehindert durchatmen oder komme ich gar nicht bis ganz unten an? Hab ich Symptome, um die ich mich eigentlich kümmern müsste?
  • Mach eine Prioritätenliste. Was ist dringend, was ist wichtig, was tut nur so, was kann warten, was brauch ich eigentlich gar nicht?
  • Bewegung, die gut tut – Musik rein, tanzen, sanfte Yoga-Übungen oder Spaziergänge, die den Geist beruhigen
  • Journaling oder einfach nur bewusst eine kleine tägliche Reflexion machen (z.B. 3 Dinge, für die ich heute dankbar bin)
  • Bewusstes Essen und Trinken (Wasser, Tee – kurze Momente der Achtsamkeit). Überhaupt Essen und Trinken. Dein Baby fütterst du auch regelmäßig.
  • Grenzen setzen und Nein sagen lernen
  • In die Natur gehen
  • Die Ruhe und Stille suchen
  • Das Vogelgezwitscher hören
  • Ans Wasser gehen und die Strömung oder die Wellen beobachten
  • Die Bewegung der Baumwipfel und -äste anschauen
  • In den Himmel kucken und das Blau wirken lassen
  • Sternenhimmel, in die Sterne kucken
  • Falls du am Wasser (Fluss, See, Meer) wohnst: Setz dich auf ein Boot oder mach eine Tour und genieße das Schaukeln
  • Schwimmen gehen, ins Wasser eintauchen
  • Eine Massage buchen
  • Eine Cranio Behandlung buchen

 

 

 

Selfcare speziell für Mamas

 

  • Hungergefühl erkennen und auch essen. Genug trinken.
  • Ruhebedürfnis anerkennen und ihm folgen.
  • Baby auch mal von anderen tragen lassen.
  • Hilfe annehmen als Form der Selfcare. Sich Hilfe aktiv holen: Putzfrau besorgen, Rewe Lieferdienst, Flaschenpost für Getränke.
  • Mini-Auszeiten bewusst gestalten (z.B. 5-Minuten-Teepause, während das Baby schläft, Powernap)
  • Der Gedanke: „Auch ich darf umsorgt sein.“

 

Niemand muss sich durch die Rückbildung hetzen und Erwartungen erfüllen, die den Vorstellungen von Frauen und ihrer Gesundheit aus dem vorletzten Jahrhundert entsprechen.
Rückbildung darf langsam sein.
Sie darf liebevoll sein.
Sie darf frei von Druck sein.

 

Niemand hetzt dich, außer du selbst.

Du musst nicht alles auf einmal schaffen.
Du musst nicht alles alleine machen.
Du kannst dir Zeit lassen.
Erholung und Regeneration sind essenziell wichtig nach der Geburt und überhaupt im Leben.
Du brauchst keine Erlaubnis, dich auszuruhen
Rückbildung dauert meistens länger, als du jemals gedacht hast und man dir erzählt hat.
Du musst keine 3 Sportkurse in der Woche machen.
Du musst keine 3 Babykurse in der Woche belegen.
Du musst keinen Besuch empfangen.
Du musst nicht jedes Wochenende “was machen”.
Du musst dir keine “netten” Klamotten anziehen.
Du musst nicht jeden Tag duschen.
Du musst auch nicht jeden Tag “raus”.
Du musst nicht die Erwartungen der anderen erfüllen.

Du musst gar nichts!
(Du musst auch keine Situps machen, auch wenn das für viele die einzige Übung zu sein scheint, die es gibt)
Es gibt keinen Zeitpunkt an dem du “fertig” sein musst mit: Rückbildung, Erholung, Erschöpfung, Rektusdiastase, Beckenboden, “Bauch”, Schlafen. Es dauert, so lange es wie dauert!

 

 

Frag dich:

  • Warum stresse ich mich so?
  • Was macht mir Angst?
  • Warum muss alles immer perfekt sein? Wem ist damit gedient?
  • Warum kann ich nicht locker lassen?
  • Warum kann ich mich nicht “damit” anfreunden?
  • Warum kann ich meinen Körper nicht akzeptieren, so wie er jetzt gerade ist?
  • Warum kann ich mich nicht akzeptieren, so wie ich jetzt gerade bin?
  • Wem muss ich genügen, gefallen?
  • Welche und wessen Erwartungen denke ich, erfüllen zu müssen?

 

 

Entspann dich in die Situation rein.

Ergib dich diesem Prozess der Rückbildung, der ganz automatisch passiert.

Kämpfe nicht gegen deinen Körper und gegen dich. 

Das ist nicht nötig.

 

Du bist normal.

Du bist ok.

Du musst dich nicht beeilen.

 

Was andere tun, ist egal.

Wie andere aussehen ist egal.

Was andere sagen ist egal.

 

Lass es einfach laufen.

Lass los.

 

 

Selfcare speziell für Therapeutinnen und Fachleute

 

  • Gib dir Zeit zwischen den Terminen. Ich weiß, das ist gerade, wenn man angestellt ist, oft schwer. Aber lieber die unbezahlte "Zwischenzeit" nehmen als nie essen und nie aufs Klo gehen können und den ganzen Tag hetzen. Das hört ja nicht auf. Das ist nicht gesund. Und wie wir ja wissen, haben die Krankenkassen und überhaupt solche Institutionen nicht als erste Priorität, dass es uns beim Arbeiten gut geht oder dass Patienten anständig behandelt und versorgt werden. Das Gesundheitssystem und Krankenhäuser sind vor allem eins: Geschäftsmodelle, bei denen es um Gewinne geht. Nicht um das Wohlergehen von kranken Menschen und schon gar nicht, um das Wohlergehen der Angestellten und all den anderen, die wie auch immer in diesem System arbeiten. 
  • Nimm körperliche Belastungen ernst . Alle, die Hand anlegen in ihren Behandlungen, müssen ganz arg aufpassen, dass sie nicht ihre Handgelenke, vor allem die Daumen, und ihren Rücken überstrapazieren. Und nur als kleiner Tipp nebenbei: Oft braucht es gar nicht so viel Druck bei der Behandlung. Nimm den Druck raus. Dann sind auch deine Gelenke weniger belastet.
  • Für sensitive und empathische Menschen ist es auch wichtig, nicht zu viele Patienten am Tag zu sehen und zu behandeln und mit ihrer Energie zu haushalten. Geld hin oder her, am Ende des Tages bist du vielleicht komplett ausgelaugt und kannst irgendwann gar nicht mehr. Es ist immer besser, so zu dosieren, dass es dir dabei langfristig gut geht. Und zu erkennen, wann das Maß voll ist. Am besten, wann es noch nicht ganz voll ist, so dass du die Reserven rechtzeitig auffüllen kannst.
  • Regenerationsphasen einplanen. Ruhe und Rückzug, um die Reserven wieder aufzuladen, damit du auch genug Energie für deine Patientinnen hast. Die permanent erkältete und dauergestresste Therapeutin ist kein Spass, wenn man selbst auf der Pritsche liegt. Das auch mit den Lebenspartnern abklären. Es gibt einfach Menschen, so wie wir, die energetisch sehr viel hergeben bei ihrer Arbeit. Ganz besonders, wenn man fremde Menschen auch anfasst und vielleicht noch mehr, wenn man kranke Menschen anfasst. Verständnis für Ruhe- und Erholungsbedarf und Rückzug ist wirklich sehr wichtig. Jemand, der kein Verständnis hat und vielleicht jedes Wochenende Action braucht oder was machen will, kann einem auch die Energie weg nehmen, die man gerade nicht hat. Das zu kommunizieren ist wichtig. Es hat nicht jeder so ein gutes Gespür und Gedanken lesen ist immer noch schwierig.
  • Mach dir klar, dass du nicht die Verantwortung hast für das ganze Leben und die ganze Gesundheit deiner Patienten. Du bist nicht schuld an irgendwas. Außer du behandelst grob fahrlässig, wovon ich nicht ausgehe.
  • Viele geben einem den Rat, bleib mit den Patienten beim "Sie". Ich glaube nicht, dass das am Ende einen Unterschied macht. Ich bin schon seit ich denken kann, mit fast allen Patienten (und überhaupt mit allen Leuten) immer entweder irgendwann beim "Du" gelandet oder es war von Anfang an ein klares "Du". Es sei denn, die Situation ist einfach nicht so. Ich glaube nicht, dass man mit "Sie" oder "Du" die Grenzen besser wahren kann. Ich glaube, das ist eine Illusion und macht keinen Unterschied. Ich glaube auch nicht, dass man Privates vom Beruflichen trennen muss oder soll. Ist meiner Meinung nach, auch eine Illusion. Ich hab in meinem Leben schon so viele tolle Leute getroffen, mit denen ich immer noch befreundet oder in Kontakt bin (zum alljährlichen Kaffee), weil sie zu mir als Patienten gekommen sind. Also das halte ich für völligen Quatsch. Aber vielleicht ist das ja für andere anders.
  • Nach der Arbeit an die frische Luft gehen. Auch, wenn es nur kurz ist. Das reinigt, tut gut und man kommt wieder zu sich.
  • Ich glaube, wenn man lange als Physio, Krankenschwester, Ärztin oder überhaupt im Gesundheitswesen täglich mit kranken und auch schwerkranken Menschen arbeitet, dann bleibt da auch Energie an einem hängen. Ich bin jetzt, 2025, seit 31 Jahren Physio. Ich habe nach 25 Jahren aufgehört in der Klinik und in der Praxis zu arbeiten, um mich ganz auf "online" zu konzentrieren. Natürlich auch, um mehr Menschen damit zu erreichen. Ich finde Aufklärung und Wissen sind mit die wichtigsten Güter überhaupt. Aber "voll online" kam erst dazu, nachdem ich völlig ausgebrannt war von der Arbeit mit kranken Menschen. Auch, wenn jemand "nur" Rückenschmerzen hatte und nicht gleich Krebs (was wir in der Gyn zu Hauf hatten), dann war das trotzdem ein "Gebrechen" verbunden mit Schmerzen und oft auch mit dem ganzen Rattenschwanz an Lebensumständen, Berufsumfeld, Arbeitsplatz und den Sorgen, die sich die Leute machen. Und ich bin jemand, ich kann nicht die Patienten wie Nummern abarbeiten, nur damit ich keinen echte Verbindung mit denen herstellen muss. Sprich meine Grenzen wahren. Das macht mir keinen Spass. ich brauche den Kontakt und die Verbindung. Dann kann ich auch gut und intuitiv arbeiten, so dass es hilft. Aber irgendwann war Schluss. Da war mein Lebensmaß voll. Nach 25 Jahren. Viele halten das ja so lange gar nicht aus. Was ich total verstehen kann. Ich habe es sehr oft verpasst, mir zu erlauben, ko zu sein und mich zu re-chargen, mich wieder aufzuladen. Ich finde es immer noch sehr schwer, den Signalen zu folgen. Alles Übungssache. Aber das nur mal kurz nebenbei.

 

 

 

 

 

Achtung Energie Vampire

 

Energie Vampire (dir fallen mit Sicherheit direkt gleich ein paar ein,  die du kennst), sind Menschen oder Situationen, die uns Kraft und Energie rauben, statt uns gutzutun. Man erkennt sie daran, dass man sich nach dem Kontakt ausgelaugt, erschöpft, müde oder emotional leer fühlt.

 

Typische Merkmale von Energie-Vampiren:

  • Menschen, die permanent klagen, aber keine Lösung wollen. Die nur ihren Ballast auf dir abladen wollen und dann gehen. Denen du sagst, was sie tun sollen, damit ihre Leid, oder ihre Schmerzen besser werden, die aber nichts davon umsetzen und dann dir die Schuld geben, dass es nicht besser wird. Ich hab einige Kolleginnen, die nicht mehr als Physio arbeiten, weil sie nicht mehr der Mülleimer der Nation sein wollen und konnten. Es ist ein ganz großer Unterschied, ob jemand nur permanent jammert oder ob jemand wirklich echt leidet. Das merkt man. Und es ist natürlich überhaupt keine Frage, dass ich gerne meine ganze Aufmerksamkeit gebe, wenn ich merke, das ist echt. Dafür bin ich ja da. Aber das andere, bleib mir weg.
  • Personen, die ständig Aufmerksamkeit und Bestätigung einfordern.
  • Personen, die Grenzen nicht respektieren („Nur noch ganz kurz, nur eins noch, ich brauche dich unbedingt…“) oder die zu nah ran kommen und deinen privaten Bereich, sprich den physischen Abstand, nicht einhalten. Ich brauche ja inzwischen eine Brille, wegen Alter. Ich sage inzwischen, wenn mir jemand zu nah kommt: Kannst du dich vielleicht mal weiter weg stellen, ich seh dich gar nicht mit meiner Altersweitsichtigkeit. Man kann es ja auch witzig formulieren, so dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlt und trotzdem klar ist, wo die Grenzen sind.
  • Menschen, nach deren Kontakt du das Gefühl hast, deine Stimmung ist deutlich schlechter als vorher.
  • Menschen, die dich runterziehen

 

Situationen, die wie Energie-Vampire wirken:

  • Ein Arbeitsumfeld, das ständig fordert, ohne Wertschätzung oder Ausgleich. Mobbing am Arbeitsplatz. Mangelnde Unterstützung, Kürzungen, mehr Arbeit für das gleiche Geld.
  • Social-Media-Konsum, der eher Stress und Druck erzeugt, statt dich zu inspirieren.
  • Nachrichten oder Gespräche, die vor allem Ängste und Sorgen auslösen.
  • Katastrophendenken und ein Umfeld, das gerne in der "Katastrophenwelt" lebt. Und ja, man darf das ausblenden. Man schuldet auch da niemandem seine Energie. Ich denke, wir erlauben uns oft nicht, uns vom Nachrichten Geschehen zu entziehen und uns einfach mal nicht drum zu kümmern, weil wir uns dann irgendwie schuldig fühlen. Ist dir das schon mal aufgefallen? Geht's dir auch so?

 

Wie du dich gegen Energie-Vampire schützen kannst:

  • Klare Grenzen setzen: Grenzen setzen ist immer schwer, ganz besonders, wenn man ein netter, empathischer Mensch ist. Aber es gibt Menschen, denen bist du völlig egal, Hauptsache sie können dich mit ihrem Kram zulabern und zuballern. Die saugen dich regelrecht aus. Das ist wirklich etwas, das man üben muss. Ohne Schuld und ohne zu denken, man wäre egoistisch. Das ist natürlich innerhalb der Familie schwerer, aber oft auch dringend nötig.
  • Übe bewusst, Nein zu sagen und nicht immer verfügbar zu sein. Du darfst das. Das ist ok. Punkt.
  • Bewusst Abstand halten: Begrenze den Kontakt zu Menschen oder Situationen, die dir nicht guttun.
  • Eigenes Energiefeld stärken: Pflegende Selfcare-Rituale einbauen (z.B. Spaziergänge, Bewegung, Meditation etc. siehe oben).
  • Auf Nachrichten, Emails und auch Whatsapps nicht sofort antworten. Man muss nicht 24 Stunden am Tag erreichbar sein. man kann auch den anderen antrainieren, dass man mal 2 Tage nicht antwortet.
  • Bewusstes Loslassen: Akzeptiere, dass es nicht deine Aufgabe ist, alle Bedürfnisse anderer zu erfüllen.

 

Warum das so wichtig ist:
Wenn du regelmäßig deine Energie an „Energie-Vampire“ verlierst, bleibt kaum etwas für dich selbst übrig. Deshalb ist es entscheidend, deine eigene Energie zu schützen und zu pflegen – damit du langfristig gesund, glücklich und in Balance bleibst. 

 

Wir können die Welt vielleicht nicht wirklich ändern, aber wir können selber vielleicht ein bißchen mehr "das Licht" sein. Wir können alle selber für andere jemand sein, der sie anlacht oder die miese Stimmung ändert. Nicht unbedingt mit zwanghaftem Positivismus und inhaltslosen Sprüchen wie "alles wird gut" oder "wenn du so negativ denkst, dann ziehst du es ja regelrecht an", ich glaube, das ist mindestens genau so schädlich, aber mit Freundlichkeit, mit Offenheit, mit Akzeptanz, mit urteilslosem Denken.

Ich bin fest überzeugt, allein das macht schon einen Unterschied in der Welt. 

Und, wenn mehr Menschen mehr strahlen und in ihrer eigenen Balance sind, dann ist auch die "kollektive Ausstrahlung" der Menschheit deutlich besser.

Auch das macht was.

 

 

 


Hi, ich bin die Nicole. Ich bin Physiotherapeutin und habe viele Jahre auf der Wochenstation und auf der gynäkologischen Station in der Frauenklinik gearbeitet. Von mir bekommst Du Informationen zum "Thema" aus erster Hand. 

Rückbildung vom ersten Tag an, im Rückbildungskurs, in der Praxis mit Patienten und leider auch oft die Spätfolgen von Beckenbodenschwächen (und was es sonst noch alles geben kann)  in der operativen Gynäkologie, kenne ich in und auswendig. 

Bei mir bist Du richtig, wenn Du reale medizinische Informationen zum Thema

Rückbildung und Frauengesundheit suchst.

Mehr über mich findest Du hier.

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